Golden Opportunity

Simon Revell

Simon Revell, Exportleiter, wirft einen Blick auf die Erfolgsgeschichte von Raps und untersucht, wie das Great Plains One-Pass-Getreideeinrichtungssystem, das sich in Großbritannien bereits bewährt hat, auch weltweit für fantastische Ergebnisse sorgen kann.

Schon der Volksmund weiß: "Not macht erfinderisch". Dies gilt mit Sicherheit für das One-Pass-Einrichtungssystem, das Simba zusammen mit Erzeugern, Agrarwissenschaftlern und Saatzuchtunternehmen in den letzten zehn Jahren entwickelt hat. Die Technik passt perfekt zum Unternehmensanspruch von Great Plains, effektive Lösungen anzubieten, die wirtschaftliche und agronomische Vorteile liefern und dem Erzeuger die Möglichkeit geben, den Ertrag zu steigern.

Etablierte Technologie
Das System nutzt eine Anzahl primärer, in Großbritannien hergestellter Kultivatoren. Dies umfasst auch die bewährte fünfte Generation der Scheibe-Zinken-Kombinationskultivatoren, den SLD und das DTX-Dreipunktgerät. Für kleinere Erzeugerbetriebe ist das Dreipunktgeräte X-Press in Verbindung mit der ST-Bar ideal, während sich die nachgezogene SL-Einheit eher für eine höhere Leistung eignet, sofern die Bodenstruktur in der Tiefe keine Bodenbearbeitungssohle aufweist.

Die Maschine, mit der alles begann, wurde bereits in den 90er-Jahren vorgestellt: Der unscheinbare Bodenverbesserer wurde vor dem Hintergrund eines neuen Verständnisses entwickelt.

Der heute mit erfolgreichste Bodenverbesserer, der Great Plains Simba Flatliner, verwendet das Pro-Lift-Fußsystem und die weltweit anerkannten Keilringe zur Bodenkonsolidierung und schafft damit die perfekte Umgebung, in der sich das Saatgut entwickeln kann.

Die Nachfrage nach Raps steigt
In früheren Jahren waren bei Raps aus verschiedenen Gründen nur langsame Fortschritte zu beobachten; das Hauptproblem war, dass die Weizenernte, vor allem in Nordeuropa, zeitlich mit dem optimalen Zeitpunkt für die Raps-Aussaat zusammenfiel. Raps wurde lange Zeit lediglich als "Lückenfüller" betrachtet und erzielte nicht die Aufmerksamkeit, die er verdient hätte. Und die Erträge, die damals mit anderen Getreidesorten als Hauptstandbein erzielt wurden, waren für die Profitabilität des Unternehmens einfach zu wichtig. Auch fehlende Kompetenz und der zu hohe Arbeitsdruck spielten eine Rolle.

Die Anwendungsbereiche für Raps sind jedoch gewachsen, und ihr potenzieller Ertrag macht die Pflanze inzwischen deutlich attraktiver. Für uns war das Anlass genug, mehr über die Bedürfnisse der Pflanze in allen Phasen ihres Wachstumszyklus zu erfahren. Zusammen mit Saatgutunternehmen und anderen wichtigen Partnern spielte das Great Plains Team in Sleaford eine zentrale Rolle bei dem Unterfangen, die Grenzen des Rapsanbaus auszuloten und zu erweitern, um Ergebnisse zu erzielen, die noch vor zehn Jahren undenkbar waren.

Zu verstehen, was die Pflanze liebt, und nicht was wir glauben, dass sie braucht, war ein entscheidender Punkt, um den Erzeugern mit dem One-Pass-System den entscheidenden Nutzen bieten zu können.

Wissen - die Wurzel des Erfolgs
Damit die Pflanze ihr Ertragspotenzial auf einem bestimmten Hektar maximieren kann, ist Feuchtigkeit nicht die einzige kritische Anforderung. Auch die Saattiefe und ein sehr feines Saatbett sind wichtige Faktoren, aber ich glaube, noch bedeutsamer ist die Anzahl der Saatkörner pro Quadratmeter, ausgerichtet in einem hochwertig angelegten Saatbett mit einer günstigen Tiefenstruktur ohne physische Barrieren bei der Wurzelentwicklung.

Das Verständnis für die gezüchtete Vielfalt und ihre Wuchsformen ist ebenso wichtig wie gute Kenntnisse über die Kennzahlen des Bodens, insbesondere die Mikronährstoffe.

Nur zu oft habe ich auf meinen Reisen eine Überkultivierung des Saatbetts erlebt, was häufig auf die Annahme zurückzuführen ist, dass die Größe des Saatkorns etwas darüber aussagt, wie viele Bearbeitungen der Boden durchlaufen muss - normalerweise zu viele. Dies sorgt zwangsläufig für eine flache Bodenbearbeitungssohle, die die Wurzelentwicklung der Pflanze in ihrem frühen Stadium beeinträchtigt und damit die Bildung einer ausreichenden Wurzeldichte verhindert; diese wäre jedoch für einen hohen Ertrag sehr wichtig, insbesondere vor dem Winterstillstand bei Wintergetreide.

Je nach Klima kann dies im Winter oder im Frühjahr während der Schneeschmelze zu Wasseransammlungen führen. Das Endergebnis kann ein Ertragsverlust sein, insbesondere wenn auch eine tiefer liegende Bearbeitungssohle vorliegt.

Eine weitere unzutreffende Bezeichnung ist die Stärke der Wurzel. Raps ist im Grunde ein langsamer Wurzelbilder. Wenn die Schoten reifen, begrenzen kompakte Bodenschichten die Möglichkeit der Wurzel, auf die Suche nach Feuchtigkeit zu gehen. Wenn die Wurzeln jedoch die tiefer liegende Feuchtigkeit erreichen können, ist die Gefahr geringer, dass die Schoten abgeworfen werden, sodass alle Schoten gute und nutzbare Samen bilden, was den Ertrag und den Ölgehalt deutlich steigert.

Globales Potenzial
Weitere Tests und Erfahrungen in der Landwirtschaft haben bestätigt, dass auch in Regionen, in denen sich die Niederschläge auf andere Zeiträume im Jahr verteilen und die mittleren Sommertemperaturen deutlich höher sind als in Großbritannien, die potenziellen Vorteile durch das Great Plains One-Pass-System ebenfalls erheblich sind. Dies führt dazu, dass das System inzwischen weltweit immer mehr zum Einsatz kommt. Wenn das Anbaumuster eine längere Rotationszeit aufweist, profitiert der Ertrag hiervon deutlich, und die Erträge lassen sich eindrucksvoll steigern.

Wir müssen noch viel über die Bedürfnisse der Pflanze lernen, um das enorme Potenzial dieser bedeutenden Kulturpflanze besser zu verstehen. Mit weiteren Analysen zu Pflanzabstand, Nährstoffen, Zeitpunkt und Ort ihrer Anwendung sowie der Entwicklung neuer Varianten eröffnen sich hier vielfältige neue Möglichkeiten. Wir untersuchen auch mögliche Beipflanzen und ihre potenziellen Vorteile. Die ersten Erkenntnisse sind sehr ermutigend.

Stillstand ist jedoch keine Option. Um Fortschritte zu erzielen, müssen wir weiterhin offen und mutig genug sein, um die herkömmlichen Methoden infrage zu stellen und neuen Ideen eine Chance geben. Diese Philosophie hat sich bei der Etablierung von Raps bereits gelohnt, und wir sollten uns die Frage stellen, wie weit wir noch kommen können, wenn wir diesen Ansatz einer neuen Denkweise auch auf andere Pflanzen ausweiten.